Die aktuelle Ausgabe

Nr. 73: Lasst uns reden!

Das kommende stadtkultur magazin „Lasst uns reden!“ erscheint Anfang Oktober 2026. Mit 18 Artikeln ist die Ausgabe so prall gefüllt, dass wir die übliche Seitenanzahl erhöhen mussten. Bis zum Erscheinen des Heftes veröffentlichen wir die Beiträge vorab in den Fachinfos und in dieser Online-Ausgabe.

Die Hamburger Stadtteilkultur schafft seit jeher Orte, an denen Menschen aus dem Quartier zusammenkommen, sich austauschen und Gemeinschaft erleben können. In Zeiten von Filterblasen, gesellschaftlicher Polarisierung und zunehmender Vereinsamung wird es immer wichtiger, solche Begegnungsräume und Austauschformate anzubieten und weiterzuentwickeln.

Wie vielfältig das aussehen kann, zeigen die Beiträge dieses Heftes: Menschen kommen beim gemeinsamen Kochen und Essen ins Gespräch, singen miteinander, diskutieren in Stadtteilgremien oder feiern gemeinsam auf Stadtteilfesten. Ein Bürgerrat, ein mobiles Figurentheater, ein Café für Geflüchtete und Einheimische, die neue „klinke“ in Rothenburgsort und das wiedereröffnete Bürgerhaus Wilhelmsburg geben weitere Einblicke in die Möglichkeiten der Begegnung und des Austausches.

Für dieses Heft haben wir unsere Mitglieder gebeten, ihre Austauschformate und Begegnungsorte vorzustellen – und zeigen damit, wie Stadtteilkultur Gespräche anstößt, Begegnung ermöglicht und damit Filterblasen überwinden kann.

Alle bisher veröffentlichten Artikel:

  • Austausch in Barmbek-Nord
    Die Zinnschmelze ist Mitinitiatorin verschiedener Gesprächsformate im Stadtteil. Sie finden an unterschiedlichen Orten und im öffentlichen Raum statt, sollen ein möglichst breites Publikum erreichen und und leichte Zugänge ermöglichen.
  • Kulturen unserer Stadt
    Menschen unterschiedlicher Kulturen zusammenzubringen, ihre Kunst und Kultur sichtbar zu machen und den Austausch zu fördern – das ist das Ziel der Veranstaltungsreihe „Kulturen unserer Stadt – Diversity on Stage“ der Stiftung Kultur Palast. Bei zwölf Veranstaltungen ist der Kultur Palast Billstedt gemeinsam mit Akteur*innen und Künstler*innen verschiedener Kulturen Gastgeber. Er bietet… Weiterlesen: Kulturen unserer Stadt
  • Singend ins Gespräch kommen
    Wie und wo kommen Menschen miteinander ins Gespräch? Diese Frage beschäftigt viele Akteur*innen der Stadtteilkultur. In Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung werden Begegnungsräume immer wichtiger. Im Verein „älter & besser – Gemeinsam Älterwerden im Chor“ zeigt sich dabei jeden Tag, dass ein solcher Raum mit einem gemeinsamen Atemzug und dem ersten gesungenen Ton entstehen… Weiterlesen: Singend ins Gespräch kommen
  • Manchmal beginnt es mit einem gemeinsamen Interesse
    Wie bringt man Menschen miteinander ins Gespräch, die sich im Alltag vermutlich nie begegnen würden? Die Antwort muss nicht immer ein politisches Diskussionsformat sein. Manchmal genügen ein gemeinsames Interesse, eine entspannte Atmosphäre und die Gelegenheit zum Austausch. Das zeigte sich zum Beispiel beim 1. Bergedorfer Biertag in der LOLA.
  • Ein Tisch. Viele Geschichten. Eine Welt.
    Wie können Menschen mit unterschiedlichen Lebensrealitäten miteinander ins Gespräch kommen? DATE – Kulinarisches Schreibcafé zeigt einen kulinarischen Weg: Im Kulturpunkt Basch begegnen sich Menschen verschiedener Generationen, Kulturen und Biografien. Ausgangspunkte sind Lebensmittel, deren Geschichten weit über Ländergrenzen hinausreichen.
  • Der Krisenherd von St. Pauli
    Seit Oktober 2022 köchelt der Krisenherd auf St. Pauli. Rund 25 Personen – nicht immer dieselben – kommen dienstagabends um 18 Uhr im Kölibri zusammen, um gemeinsam zu essen. Die Tische werden zusammengeschoben, niemand soll allein sitzen.
  • Essen bringt Menschen zusammen
    KochKultur ist ein regelmäßiges Angebot des Kulturhauses Eidelstedt und findet einmal im Monat statt. Das ehrenamtlich organisierte Projekt fördert interkulturellen Austausch, Nachbarschaft und Zusammenhalt im Stadtteil. Schülerpraktikantin Lisa hat im Juni mitgekocht.
  • Café Mosaic: Starke Frauen, starke Stimmen
    Die Veranstaltung „Café Mosaic“ entstand im Rahmen des Projekts „Formate für die Demokratie“ und wurde als Teil des Formats „Let’s Talk About“ entwickelt. Ziel des Formates ist es, Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven in offener Atmosphäre miteinander ins Gespräch zu bringen.
  • Demokratische Beteiligung als Pop-up-Figurentheater
    Ob längere Ampelphasen oder eine Biotonne vorm Haus: Viele Menschen haben Ideen, ihr Umfeld zu verbessern, wissen aber oft nicht, wie daraus konkrete Veränderungen entstehen können. Genau hier setzt „Faxen for Future“ an: Das interaktive Pop-up-Figurentheater bringt demokratische Beteiligung in den öffentlichen Raum und zeigt spielerisch, wie Menschen ihren Stadtteil mitgestalten können.… Weiterlesen: Demokratische Beteiligung als Pop-up-Figurentheater
  • Schnelsen im Gespräch
    Hamburg ist in Deutschland eine Ausnahme: Es gibt hier bislang kaum Erfahrung mit Bürgerräten. Anderswo beraten ausgeloste Bürger*innen über gesellschaftliche Themen. Sie werden von Expert*innen sachlich informiert und erarbeiten in moderierten Diskussionen Handlungsempfehlungen für die Politik.
  • Formate für die Demokratie: Gemeinsam Räume für Beteiligung schaffen
    Das Projekt „Formate für die Demokratie“ der Hamburger Stadtteilkultur entwickelt seit Frühjahr 2025 übertragbare Beteiligungs- und Begegnungsformate. Ziel ist es, die Menschen vor Ort miteinander ins Gespräch zu bringen und die demokratische Kultur in den Quartieren zu stärken.